Recap-Wolken in ein lokales System ändern

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Perfekte Theorie

Eigentlich ein perfekter Workflow: Der oder die VermesserIn liefert georeferenzierte Wolken. Diese werden nach gemeinsam genutzten Koordinaten in Revit verknüpft. Leider gibt es jedoch ein paar Schönheitsfehler. Diese beginnen bei einfachen Fehlermeldungen und enden bei Wolken, die bis zu einem halben Meter verschoben sind. In einem Projekt hatten wir diese Probleme sogar gleichzeitig: Während auf einer Maschine die Wolke korrekt positioniert war, war sie auf dem Nachbar-Rechner um 30 cm verschoben. Eine Zentraldatei, eine gleiche Wolke, verschiedene Darstellungen.

Tipp: In Revit sollte bevorzugt mit lokalen Koordinaten gearbeitet werden. Das bedeutet, dass Punktwolken mit Ursprung-zu-Ursprung verknüpft werden. Damit werden Darstellungsprobleme vermieden.

Hintergrund

Bei georeferenzierten Koordinaten hat jeder Punkt oft  5 Stellen (und mehr) vor dem Komma stehen. Diese Längen werden in Revit von Metern in Feet umgerechnet. Da kommt es natürlich zu Rundungsfehlern. Und je größer die Zahlenwerte, desto größer der Rundungsfehler.

Step-by-step: So funktioniert’s

Das brauchen wir:

  • Georeferenzierte Wolken in Recap
  • Recap in der neuesten Version
  • Gemeinsam genutzte Koordinaten in Revit

Anleitung

In Revit ist die Wolke bereits nach gemeinsam genutzten Koordinaten platziert. Durch Auswahl des Projektbasispunktes können wir die gemeinsam genutzten Koordinaten abfragen. Diese schauen zum Beispiel so aus:

Tipp: Die Einheiten für den Winkel sollten auf 3 bis 4 Dezimalstellen eingestellt sein, damit die Umwandlung genau wird.

Mit diesen Angaben geht es nach Recap und hier zur Funktion “Update Origin”:

Ein Fenster öffnet sich (aber nur in den neueren Versionen). Hier werden die Koordinaten nach diesem Schema eingetragen:

Weitere Regeln sind zu beachten

  1. Punkt für Dezimalkomma in Recap
  2. Die Drehrichtung ist in RECAP umgekehrt als in Revit!
  3. Der Winkel darf nicht größer als 180° sein (also -90° statt 270°)
  4. Zahlen müssen eingetippt werden. Copy-Paste funktioniert nicht.

Jetzt liegen die Punktwolken in einem neuen lokalen Koordinatensystem. Das Recap-Projekt kann jetzt direkt in Revit mit Ursprung zu Ursprung geladen werden. Wer will kann natürlich auch neue RCS-Dateien exportieren.

Was passiert mit neuen Wolken?

Und hier die Good News: Alle neuen Wolken, die georeferenziert daherkommen und in das angepasste Recap-Projekt geladen werden, sitzen gleich am richtigen Platz. 

Und wer (warum auch immer) zu den Geokoordinaten zurück will, kann das auch:

Olaf Hermann

Olaf gründete gemeinsam mit Jakob und Peter vor einigen Jahren die Build Informed GmbH. Wir sind froh, jemanden mit seiner Erfahrung und Expertise in unserem Team zu haben.

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