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Da wir seit Jahren als führende Berater für die Digitalisierung der Bauwirtschaft tätig sind, gibt es einige Fragen, die wir von Kunden immer wieder gestellt bekommen. Eine dieser Fragen lautet: Welche Hardware wird für eine Revit Workstation benötigt?

Systemanforderungen herausfinden

Wie überall in der IT-Welt gilt auch hier der Grundsatz: Je mehr dem System abverlangt wird, desto höher die Anforderungen. Fakt ist, wenn ein PC mit großen AutoCAD Dateien schon Schwierigkeiten hat, dann wird sich diese Situation mit Revit nicht verbessern. Deswegen ist es ratsam, die Herstellerseite aufzusuchen und sich mit den Systemanforderungen der Autodesk vertraut zu machen. Unter dem Punkt Revit® 2021 – Leistung: umfangreiche, komplexe Modelle finden Sie die von Autodesk empfohlenen Systemanforderungen und können dann entscheiden, ob der oder die eigenen Rechner gegebenenfalls nachzurüsten sind. Es gibt auch die Möglichkeit nur einzelne Komponenten der Computer auszutauschen.

Es ist frustrierend, kostet viel Zeit und Nerven und letztendlich auch Geld, wenn auf Grund von technischen Unzulänglichkeiten Daten verloren gehen. Dennoch macht es keinen Sinn mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Ein solider Rechner, der allen Anforderungen genügt, muss kein Vermögen kosten. Man muss nur wissen, was man wirklich braucht. Nun wären wir von Build Informed nicht wir, wenn wir Sie mit dieser Information alleine wieder in die Weiten der Service-Wüste schicken. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung des Settings, mit dem wir in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

 

Voraussetzung: Netzwerkstabilität 

Wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie sich klar machen, in welchem Setting Sie arbeiten möchten. Für ArchitektInnen zum Beispiel, die hauptsächlich alleine arbeiten und ohne Zentralmodell auskommen, sind die Mindestanforderungen ausreichend. Wenn Sie bis jetzt ohne gröbere Probleme mit AutoCAD, Navisworks oder ArchiCAD arbeiten konnten, wird der PC auch mit Revit keine Schwierigkeiten haben. Man sollte hier allerdings eine größere Festplatte ins Auge fassen und auf eine SSD wechseln. Die Datenmengen, die Revit vor allem im lokalen Speicher C: (hier sind standardmäßig die Sicherungskopien zu finden) produziert, sind nicht zu unterschätzen.

Etwas komplexer wird es bei einem Büro mit mehreren Mitarbeitern, die gemeinsam an einem Zentralmodell arbeiten möchten. Ein absolutes Muss bei der Zusammenarbeit über einen Revit Server ist ein stabiles Netzwerk, in dem alle Rechner verbunden sind. Wenn der Datentransfer nicht 100% reibungslos funktioniert, gibt es die Möglichkeit, dass beim Synchronisieren mit der Zentraldatei Informationen verloren gehen.

 

Grenzenlos am selben Datenmodell arbeiten

Da erfolgreiche Projektergebnisse von einer konsistenten Kommunikation mit dem Team in jeder Projektphase abhängen, empfehlen wir zur Zusammenarbeit entweder BIM 360 Design oder Revit Server. In BIM 360 können Sie Ihre Teams vernetzen und haben Informationen an einem zentralen Projektstandort in der Cloud. Dadurch ergibt sich eine Steigerung der Produktivität, eine schnellere Projektabwicklung und es entsteht weniger Nacharbeit. Nur in Sonderfällen, wie bei Unternehmen die keine stabile und performante Internetgeschwindigkeit bekommen können, raten wir dazu einen eigenen PC zum Revit Server zu machen. Dies ist dann ein performanter Computer/Server, auf dem das Zentralmodell gespeichert und verwaltet wird.

 

Unsere Empfehlungen

Falls Sie Fragen zum Thema Revit oder BIM 360 haben, können Sie sich jederzeit gerne unverbindlich an uns wenden. Für all jene, die gerne eine Liste mit den bei uns am häufigsten verbauten PC Komponenten haben möchten, fügen wir diese hier noch ein. Wir empfehlen keine expliziten Hersteller. Alle Komponenten mit ähnlichen Spezifikationen können genauso gut verwendet werden. Entscheiden sollte hier nur die Performance. Unser Setup für die PCs der MitarbeiterInnen, die mit Revit arbeiten, sieht so aus:

  • Prozessor mit über 15.000 Benchmark Punkten (https://www.cpubenchmark.net/high_end_cpus.html)
  • Grafikkarte mit über 5.000 Benchmark Punkten (https://www.videocardbenchmark.net/high_end_gpus.html)
  • 64 GB RAM (es klappt auch mit nur 32 GB, aber gerade bei der Verarbeitung von Punktewolken werden Sie bald merken, dass mehr RAM die Arbeit erleichtert)
  • Datenträger SSD 1TB (kann auch weniger sein, aber idealerweise nicht kleiner als 512GB)
  • Ausreichend gute Lüfter sind wichtig (Achtung: Zu kleine Gehäuse können zu Überhitzung führen)
  • Netzteil sollte mehr als 300 Watt haben, besser aber mehr als 450 Watt

Die benötigte Größe des Arbeitsspeichers sollte ca. das 20-fache von dem größten Revit Modell betragen. Ein Setup für einen lokalen Revit Server empfehlen wir hier nicht, da wir der Meinung sind, dass BIM 360 alle benötigten Aspekte abdeckt und hier eindeutig die praktikabelste Lösung bietet.

Lernen Sie von Profis das Programm von Grund auf kennen.

Thomas Koruga

Thomas ist für BIM Consulting & BIM Koordination bei der Build Infomed tätig. Er ist Schulungsleiter und Experte für die Themengebiete BIM, Revit und Dynamo. Wenn ein Unternehmen „BIM“ bestellt wird er aktiv. 

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