In die­sem Bei­trag erfahrt Ihr, wie man ein wei­ßes Wett­be­werbs­mo­dell – auch Clay Modell genannt – ohne gro­ßen Auf­wand in Revit ren­dern kann. Das Ergeb­nis seht ihr hier; wahr­schein­lich ist Euch das Gebäu­de schon ein­mal unter die Augen gekommen.

Das Ent­schei­den­de: die Mate­ri­al­zu­wei­sung über Phasen

Um das gesam­te Pro­jekt in einem ein­heit­li­chen Mate­ri­al zu ren­dern, könn­te man natür­lich alle Bau­tei­le umstel­len. Aber das kann es ja nicht sein… Eben!
Der Trick liegt in den Pha­sen­über­schrei­bun­gen begra­ben. Zuge­ge­ben, ich bin nicht der Ers­te, der dar­auf kommt. Aller­dings habe ich bis­her kei­nen Bei­trag auf Deutsch hier­zu gefun­den. Aber zurück zur Überschreibung:

In der “Gra­fi­schen Über­schrei­bung” der Pha­sen weist Ihr das gewünsch­te Mate­ri­al zu.

Kon­se­quen­ter­wei­se wür­de ich auch einen pas­sen­den Pha­sen­fil­ter anlegen.

Mate­ri­al­ein­stel­lung

Ich habe ein fast wei­ßes Mate­ri­al ein­ge­stellt und ein schwa­che Reflek­ti­on zuge­wie­sen.
Trans­pa­ren­zen, Reli­ef oder sons­ti­ges braucht man eigent­lich nicht.

Lich­ter

Um wei­che Schat­ten zu erhal­ten, habe ich 2 Licht­quel­len plat­ziert. Wie vie­le Ihr benö­tigt, müsst ihr aus­pro­bie­ren.
Auch mit dem Abstand müsst ihr spie­len, in mei­nem Fall waren es 150 Meter. Bei einem rea­len Modell im Maß­stab 1:50 ent­sprä­che das 75 Zentimeter.

Wich­tig beim Erstel­len der Leuch­ten-Fami­lie ist die Defi­ni­ti­on der Lichtquelle:

  • Durch die Defi­ni­ti­on als Recht­eck oder Kreis wird das Licht flä­chig aus­ge­strahlt.
    Ergeb­nis sind wei­che Schat­ten wie man sie auch erhal­ten wür­de, wenn man ein Modell im Stu­dio fotografiert.
  • Durch das Deak­ti­vie­ren von “Immer ver­ti­kal” kann man die Leuch­te auch kip­pen, indem Ihr die Refe­renz- bzw. Arbeits­ebe­ne dreht.
    Ansons­ten lie­gen die Leuch­ten immer Flach im Raum.

In den Typen­ei­gen­schaf­ten habe ich übri­gens fol­gen­de Wer­te ein­ge­tra­gen, aber hier gehe ich ehr­lich gesagt nach dem tri­al-error-Prin­zip vor.

Ren­de­ring Teil 1 – Renderqualität

Für wei­che Schat­ten müsst Ihr min­des­tens mit mitt­le­rer Qua­li­tät ren­dern (schlech­ter macht auch kei­nen Sinn).
Ab die­ser Stu­fe sind näm­lich wei­che Schat­ten aktiviert.

Für benut­zer­spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen soll­te man auf jeden Fall zusätz­lich mit der indi­rek­ten Beleuch­tung experimentieren.

Ren­de­ring Teil 2 – Beleuchtung

Geren­dert wird nur mit künst­li­chen Licht­quel­len, daher habe ich das Sche­ma auf “Außen: nur künst­lich” umge­stellt.
Die Son­ne wür­de ansons­ten die künst­li­chen Licht­quel­len überstrahlen.

Je nach Modell soll­te man natür­lich die ande­ren künst­li­chen Licht­quel­len deak­ti­vie­ren, das geht am ein­fachs­ten mit Gruppen.

Wahr­schein­lich ist das ers­te Ren­de­ring tief­schwarz. Sind die leuch­ten an oder wer­den sie viel­leicht vom 3D-schnitt­be­reich abge­schnit­ten?
Die Ant­wort hat man am schnells­ten, wenn man den Reg­ler für den Belich­tungs­wert kom­plett nach links zieht.

Ist das Bild hel­ler oder kom­plett weiß, kann man an die Fein­jus­tie­rung gehen und den Belich­tungs­wert schritt­wei­se anpas­sen.
Übri­gens könnt ihr den Reg­ler mit dem Maus­rad steu­ern, wenn Ihr ein­mal in den Regel­be­reich klickt. Er ist dann mit einer gepunk­te­ten Linie markiert.

Eben­falls von enor­mer Aus­wir­kung ist der ein­ge­stell­te Weiß­punkt.
Vor­ein­ge­stellt sind mei­nes Wis­sens 6500 Kel­vin. Aber damit erhält man einen Gelb­stich.
Wesent­li­cher bes­se­re Ergeb­nis­se hat­te ich mit einem Wert knapp über 600 Kel­vin. Man kann natür­lich auch die Sät­ti­gung run­ter­dre­hen oder gleich in Pho­to­shop dem Ren­de­ring den letz­ten Schliff geben.

Man kann natür­lich auch die Sät­ti­gung run­ter­dre­hen oder gleich in Pho­to­shop dem Ren­de­ring den letz­ten Schliff geben.

PS: Viel Spaß beim Ren­dern und dan­ke an Hans und Tho­mas, der mich auf die Idee zu die­sem Arti­kel gebracht haben.

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