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Mein Name ist Thomas Moik und ich bin seit Anfang Mai für Build Informed tätig. Ich wohne in Traiskirchen in Niederösterreich und arbeite aufgrund der großen Entfernung zum Sitz des Unternehmens permanent im Homeoffice. 

In den folgenden Absätzen möchte ich mit Ihnen meine Erfahrungen zu dieser Arbeitsweise teilen, und über den Umgang mit dem Thema Homeoffice bei Build Informed berichten.

Was spricht dafür?

Grundsätzlich bietet Homeoffice mehrere große und kleine Vorteile, worauf ich in den nächsten Zeilen genauer eingehen möchte.

Anfahrtszeiten und die zugehörigen Kosten fallen weg, aber auch der Stress, den viele am Morgen empfinden, ist dadurch nicht vorhanden oder wird zumindest sehr abgeschwächt. Auch in der Haushaltsführung ergeben sich einige Privilegien durch das Arbeiten von zu Hause. Lieferungen oder Pakete können unkompliziert entgegengenommen werden, bei Handwerkern ist man nicht mehr auf die begehrten Abendtermine angewiesen, aber auch soziale Verpflichtungen, wie das Abholen der Kinder vom Kindergarten, lassen sich deutlich einfacher erledigen.

Aber auch die Kinderbetreuung lässt sich im Homeoffice deutlich einfacher gestalten, wobei es hierbei natürlich auch einige Hürden gibt.

Home Office: Bin ich der Typ dafür?

Die Problemstellungen im Homeoffice gestalten sich von Mensch zu Mensch sehr different.

Es gibt Menschen, die mit dieser großen Eigenverantwortung nicht umgehen können oder auch wollen. Manche benötigen den täglichen Weg zum Arbeitsplatz, um innerlich den Schalter von “Freizeit” auf “Arbeit” umlegen zu können. Vielen ist dieser Umstand auch bewusst und sie lehnen Homeoffice von sich aus ab.

Auch die Koordination von Mitarbeitern im Homeoffice stellt das Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen. 

  • Wie geht man damit um, wenn der Mitarbeiter zeitweise einfach nicht zu erreichen ist? 
  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Arbeitsleistung des Mitarbeiters zu beurteilen? 
  • Wie gestaltet sich der Arbeitsplatz des Mitarbeiters zu Hause?
  • Welche Kosten fallen dabei an, und welche Vereinbarungen muss man treffen?
  • Wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Beispiel im Bezug auf Arbeitsunfälle für einen Homeoffice-Arbeitsplatz aus?

Viele dieser Themen stellen Unternehmen vor Herausforderungen, wobei das Wissen und die Erfahrung dazu nicht immer vorhanden ist. Für den Mitarbeiter im Homeoffice ergeben sich aber ebenfalls Themen, die nicht immer einfach zu lösen sind.

Grundsätzlich sehe ich es als Vorteil an, die Kinder zu Hause zu beaufsichtigen, während ich arbeiten kann. In der Praxis gestaltet sich dies jedoch nicht immer so locker und einfach, wie es in der Theorie oft propagiert wird. Kinder platzen mitten in die Videokonferenz, streiten sich und werden dabei sehr laut oder erledigen ihre Hausaufgaben nicht selbstständig.

Es gilt, diese Problemstellungen zu lösen, und einen praktikablen Arbeitsablauf zu ermöglichen. Das gelingt, je nach Mitarbeiter und Umfeld, mal einfacher, mal schwerer, ich bin aber davon überzeugt, dass es machbar ist.

Voraussetzungen schaffen

Als essenziell betrachte ich, dass das Unternehmen grundsätzlich digital gestaltet ist. Der Mitarbeiter im Homeoffice muss auf alle Arbeitsmaterialien, Programme und Daten Zugriff haben. 

Build Informed speichert alle Daten in der Cloud, was es für mich sehr einfach macht, ganz normal und gewohnt mitzuarbeiten, und alle Ressourcen des Unternehmens zu nutzen. Dadurch ist es für mich auch möglich, an anderen Rechnern, beispielsweise im Freien, oder an anderen Orten, zu arbeiten. Dies erhöht den Freiheitsgrad im Homeoffice erheblich.

Zusätzlich zu den technischen Voraussetzungen kommt es auch stark auf den Charaktertyp des jeweiligen Mitarbeiters an. Dieser sollte ein gewisses Maß an Disziplin und Eigenorganisation an den Tag legen. Er sollte außerdem in der Lage sein, mental mit der Situation Homeoffice umgehen zu können, um nicht im Chaos zu versinken.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Als weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von Homeoffice im Unternehmen sehe ich einen passenden Führungsstil und eine kompatible Unternehmensphilosophie an. Das Zauberwort hierbei ist “Vertrauen”. Grundsätzlich macht es für mich keinen Unterschied, wo die Mitarbeiter sitzen. Auch im Büro sollte die Zusammenarbeit immer auf Vertrauen basieren, für Mitarbeiter im Homeoffice ist dieses Vertrauen aber ungleich wichtiger. Nur wenn die Kultur und der Umgang im Unternehmen auf Vertrauen und Gemeinschaft basiert, kann die Arbeitsweise Homeoffice wirklich fruchten. Mit einer strikt hierarchischen, kontrollierenden Kultur wird meiner Meinung nach auch vor Ort nicht der Erfolgsweg eingeschlagen und Homeoffice ist damit kaum sinnvoll umsetzbar.

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Corona geht, Home Office bleibt

Die Corona-Krise stellte viele Unternehmen vor bisher unbekannte Herausforderungen. Plötzlich war es erwünscht und unumgänglich, Mitarbeitern die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice zur Verfügung zu stellen. Für die meisten Unternehmen bedeutete das eine gravierende Umstellung, da bisher nur wenige Erfahrungen vorhanden waren. Weder die technische Infrastruktur, noch die rechtlichen Rahmenbedingungen waren vorhanden. Schnell kam es zu Bedenken zum Thema Datenschutz und zur Arbeitsmoral, bei vielen wurden aber auch die Vorteile rasch erkannt.

Bei Build Informed wurde innerhalb weniger Tage komplett auf Homeoffice für alle Mitarbeiter umgestellt, was aufgrund der sehr digitalen Arbeitsweise und Infrastruktur relativ leicht realisiert werden konnte. Vergleichsweise einfach wurden die Rechner aus dem Büro auf die Mitarbeiter aufgeteilt, wenn sie kein passendes Gerät zu Hause zur Verfügung hatten.

Nun, nachdem viele Krisenmaßnahmen beendet wurden oder sich dem Ende neigen, denken wir darüber nach, wie wir mit dem Thema Homeoffice in der Post-Corona Ära umgehen möchten. Langsam aber sicher kristallisiert sich heraus, dass man diese Option den Mitarbeitern auch weiterhin flächendeckend ermöglichen möchte. Ich persönlich begrüße das, da ich es für ein modernes, digitales Unternehmen für unumstößlich halte, auch in diesem Bereich modern und offen zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass bei Build Informed das Krisenmanagement nahezu optimal gelaufen ist und würde mir wünschen, dass sich viele Unternehmen daran ein Beispiel nehmen.

Kinderbetreuung im Homeoffice

Zum Thema Kinderbetreuung habe ich bereits bei den Hürden ein paar Zeilen verfasst, hier möchte ich jedoch nochmal genauer darauf eingehen.

Wie bereits geschrieben, ist das Beaufsichtigen von Kindern, während man arbeitet, nicht immer einfach. Hierbei ist es sehr wichtig, dass das Unternehmen mit dieser Situation locker umgeht. Hier, bei Build Informed, ist es beispielsweise kein Problem, wenn mal die Kinder in der Videokonferenz auftauchen. Mit dieser Situation wird freundlich und rücksichtsvoll umgegangen und man fühlt sich als Mitarbeiter nicht gestresst, wenn es mal dazu kommt.

Etwas anders stellt es sich dar, wenn ein Videotermin mit Externen, zum Beispiel Kunden, ansteht. Hierbei habe ich den Anspruch an mich selbst, den optimalen Eindruck zu erwecken und das ist mit schreienden und streitenden Kindern im Hintergrund nicht immer leicht umsetzbar.

Ich habe dabei festgestellt, dass meine Kinder, 5 und 7 Jahre alt, mittlerweile sehr viel Verständnis für solche Termine haben und sich meistens ruhig verhalten, wenn ich sie im Vorfeld darauf anspreche. Mit sehr kleinen Kindern stelle ich mir die Situation deutlich schwieriger vor, aber grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass sich mit guter Vorbereitung auch das lösen lässt.

Sollte es doch einmal dazu kommen, dass ein Kind in einen Termin platzt, wo mich das stört und stresst, schalte ich die Aufnahme meiner Webcam ab und mute kurz mein Mikrofon. Danach bitte ich das Kind mit dem Anliegen zu warten, bis ich meinen Termin beendet habe, was bisher immer gut geklappt hat. Sollte es die Situation erfordern, bitte ich meine Gesprächspartner im Termin um einen kurzen Moment. Auch das hat bisher immer reibungslos funktioniert.

Abschließend kann ich auch hier nur nochmals anmerken, dass es auf den Menschentyp ankommt, wie mit solchen Situationen umgegangen wird. Lässt man sich durch solche Situationen leicht unter Druck setzen und ist sehr schnell gestresst, sollte man eventuell andere Lösungen suchen. Ich halte es auch grundsätzlich nicht für optimal, Kinder täglich im Homeoffice zu betreuen. Bei mir persönlich ist dies nur am Mittwochnachmittag der Fall und hierbei kann man sehr gut steuern, dass man Kundentermine nicht unbedingt in diesem Zeitfenster wahrnimmt.

Arbeitszeitmodelle im Hinblick auf Homeoffice

Eines gilt es vorweg zu sagen: Umso flexibler das Arbeitszeitmodell vom Unternehmen gestaltet wird, umso besser kann Homeoffice funktionieren.

Homeoffice lebt von der Prämisse, sehr flexibel arbeiten zu können. Die Zeit ist frei einteilbar, Besorgungen und Verpflichtungen können jederzeit erledigt werden, da der Bewegungsraum sehr lokal gestaltet ist. 

Wird Homeoffice mit einem sehr strikten Arbeitszeitmodell kombiniert, gehen viele Vorteile dieser Arbeitsweise verloren, wodurch der Leistungsfähigkeit und vor allem der Moral des jeweiligen Mitarbeiters geschadet wird.

Wählt das Unternehmen hingegen ein lockeres, flexibles Gleitzeitmodell, darf der Mitarbeiter sein Homeoffice-Privileg voll auskosten, was zu einer massiven Steigerung der Loyalität und der Moral führt.

Wir bei Build Informed gestatten prinzipiell allen Mitarbeitern eine sehr freie und flexible Zeiteinteilung. Diese basiert auf einer Kernzeit von 09:00 bis 12:00 Uhr. Die übrige Zeit kann jeder Mitarbeiter individuell gestalten, wobei zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr gearbeitet werden kann. Die tatsächlich geleisteten Stunden werden auf dem persönlichen Stundenkonto geführt, wodurch sich in der Praxis viele Möglichkeiten ergeben. Es ist beispielsweise kein Problem, sich ein Stundenguthaben aufzubauen und dieses dann für einige Tage Zeitausgleich zu verwenden. Dabei blüht die Kombination mit Homeoffice erst richtig auf, da die Mitarbeiter ihren privaten Verpflichtungen sehr einfach nachkommen können.

Thomas Moik

Thomas ist seit Mai 2020 bei Build Informed. Er bringt seine Erfahrungen aus dem Wirtschaftswesen und der Schalungstechnik ein. Thomas beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Themen BIM, Betriebswirtschaft und insbesondere Autodesk Revit.

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