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Was macht eigentlich ein BIM Trainer? Die Bezeichnung verwirrt selbst Google und ist oft schwer verständlich. In unserem neuen Blog Beitrag erfährt ihr was ein BIM Trainer leistet und wie ein klassischer Schulungsablauf aussieht.

BIM-Trainer, trainiert der BIM-Fahrer in Wien?

BIM-Trainer, die Bezeichnung verwirrt selbst Google. Die Suche ergibt in den ersten 3 Ergebnissen: Ein Blogpost aus 2012 zu einem Stararchitekten der BIM ohne einen Computer lernen wollte und zwei Stellenanzeigen (davon eine aktuelle der Build Informed und eine aus 2017 in Spanien).

Was ist nun ein BIM-Trainer?
Ein BIM-Trainer ist eine Person, die aufgrund jahrelanger Erfahrung die softwaretechnischen, organisatorischen und sozialen Kompetenzen erworben hat, um andere Personen in die BIM Welt zu begleiten.

In unserem Unternehmen gehen diese BIM Trainings meist mit BIM Consulting einher. Wieso? Ein kurzer Exkurs:

Es gab in der Vergangenheit der Bauwirtschaft viele Revolutionen. Die Einführung des Computers und der ersten CAD-Programme liegt nur einige Jahrzehnte zurück. Obwohl ich die damalige Zeit selbst nicht miterlebt habe, kann ich mir die weitreichenden Konsequenzen dieser Digitalisierung der Planung vorstellen. Büros schaffen zum ersten mal Computer an. Was genau soll damit nun gemacht werden? Wer soll das machen? Benötigt das neue Ausbildungen? Wer bezahlt das Ganze? Software selbst programmieren oder ankaufen? Diese und viele weitere Fragen waren sicherlich brandaktuell.
Die Umstellung selbst jedoch ist minimal: Früher wurden Linien auf Papier gezeichnet, nun zeichnete man Linien in AutoCAD. Klar, im Laufe der Zeit kamen Funktionen wie Blöcke, Schraffuren und ähnliches dazu. Das Konzept bleibt jedoch das gleiche: 4 Striche als Rechteck mit einer Schraffur ergeben eine Wand.

Nun der schlagende Punkt: Die heutige Transformation in den meisten Unternehmen – die Umstellung von CAD auf BIM – bedeutet weitaus mehr als eine “reine Digitalisierung” eines gleichen Prozesses. Es verändert große Teile der Wertschöpfungskette Bau. Linien werden fast keine mehr gezeichnet. Es werden nur noch Wände, Dächer, Fenster und Ähnliches modelliert um die daraus entstehenden Veränderungen und Vorteile zu managen. Das ist die Herkulesaufgabe der heutigen Manager, die im Bereich Bau Teams führen, konfrontiert sind. Das beginnt beim klassischen Architekturbüro, geht über Bauabteilungen von Industriebetrieben und endet bei großen Bauherren aus der Pharma, Produktion und co.

Nachdem wir nun festgestellt haben, dass das BIM Training nicht für sich selbst stehen kann, hier ein Überblick über ein BIM Training das recht am Anfang der BIM Implementierung steht: Ein Revit Basiskurs (Revit ist die Nachfolge-Software von AutoCAD im Bereich des Hochbaus).

Klassischer Schulungsablauf

Ein normaler Revit Basiskurs geht über 3 Tage und ermöglicht es den Teilnehmern nach diesen Tagen in das Modellierungsprogramm, und damit in einen großen Teil der BIM Thematik, einzusteigen.

Der Revit Basiskurs beginnt mit einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer, mit den persönlichen Motivationen und einen Überblick über den schon vorhandenen Wissensstand zum Thema. Danach geht es weiter mit einer Übersicht über das BIM-Umfeld, um auch in der Theorie mit einer guten Wissensbasis in den praktischen Teil der Kurses starten zu können. 

Beim praktischen Teil selbst, bauen die Teilnehmer ein Schulungsgebäude gemeinsam mit dem Kursleiter auf. Hierbei werden verschiedenste Themen im Bereich der Modellierung behandelt. Wie modelliere ich eine Wand, Decke, Geschossdecke, abgehängte Decken und ein Fundament. Solche und weitere Fragen werden im Rahmen des Schulungsprojektes besprochen und mit Praxisbeispielen geübt.

Abgeschlossen wird der Basiskurs mit einer Prüfung in der die Teilnehmer ihr gerade gelerntes Wissen praktisch einsetzen können.

Anekdoten aus dem Schulungsalltag

Von perfekten Schulungen bis mäßigen Schulungen gibt es alles. Die Faktoren die zum Erfolg der Schulung beitragen sind vielfältig.

Positiv-Beispiele gibt es reichlich: Gut organisierte Schulungen mit motivierten Mitarbeitern. Bei solchen Schulungen steht man dann nach der Hälfte der Zeit da und ist mit dem Inhalt der Schulung schon fertig. Erfreulich für alle Stakeholder: Die Teilnehmer haben Zeit zusätzlich zu Üben, vielleicht schon ein Projekt aus der Praxis zu beginnen. Weiters haben auch wir Trainer in solchen Fällen ausreichend Zeit um auf die speziellen Bedürfnisse des Unternehmens einzugehen und Sonderthemen durchzunehmen.

Besonders bei diesen gut organisierten Schulungen mit motivierten Teilnehmern fällt auch das weitere gute Verhältnis auf: Es wird weiter mit BIM gearbeitet, es werden neue Geschäftsprozesse und Anwendungsfälle entwickelt, die Supportanfragen befinden sich auf einem hohen Niveau!

 

Ausblick

Im nächsten Post gibt es einen Einblick hinter den Vorhang. Wie sieht die Logistik eines Kurses der Build Informed aus? Wie wird der Kurs organisiert? Wie kommt man z. B. nach Basel?
Diese und viele weitere Fragen werden wir hier noch beantworten.

Hat der Post Interesse an einer Mitarbeit in unserem dynamischen BIM-Team geweckt?

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Thomas Koruga

Thomas ist für BIM Consulting & BIM Koordination bei der Build Infomed tätig. Er ist Schulungsleiter und Experte für die Themengebiete BIM, Revit und Dynamo. Wenn ein Unternehmen „BIM“ bestellt wird er aktiv. 

BIM-Trainer, ein Feldbericht

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