AEC Hackathon

„Warum fährt man am Wochenende über 750 km oneway, von Tirol nach Berlin und wieder zurück?“

So manche würden solche Strapazen nur für die Hochzeit naher Verwandter oder für den ein oder anderen Rockstar auf sich nehmen. Wir hatten einen aus unserer Sicht weitaus besseren Grund, und sein Name ist Philip Müller. Phil ist unter anderem zuständig für die Organisation der AEC-Hackathons in Europa und wer ihn kennt weiß, dass es sich rentiert, seinem Ruf zu folgen. Los ging es also zum AEC-Hackathon in Berlin.

AEC thomas und marco

Obwohl man sich bereits von vorangehenden Events kennt und das Publikum solcher Veranstaltungen recht beständig scheint – schließlich ist die Anzahl der Professionals doch endlich – hat sich doch augenscheinlich einiges getan in der AEC-Hack-Szene.

Auffallend war dieses mal das demografisch ausgeglichene Verhältnis der Teilnehmer. Die Welt scheint in Ordnung: Amerikaner, Deutsche, Spanier, Kanadier, Asiaten, Israeli etc. arbeiten zusammen. Nobody first, all are first. So widerspricht einmal mehr die Praxis der weltpolitischen Bühne.

Wir hatten dank Phil die Möglichkeit, 15 Minuten zu Referieren. Dabei haben wir (Marco, Thomas und Jakob) versucht, Einblicke in unsere Sicht von BIM am Markt zu geben.

Ein wichtiger Punkt war dabei der Diskurs rund um die bestehenden BIM-Standards in Europa und deren Anwendbarkeit. Der Ansatz von Build Informed ist dabei folgender:

  • gewisse Standards haben sehr gute Prozesse (z.B. PAS 1192-X)
  • gewisse Standards haben sehr gute Strukturen für Definitionen / Scope (z.B. ASI Server, ÖNORM / CEN)

Der logische Schluss daraus ist eine andere Herangehensweise beim Einsatz von Standards.Die werthaltigsten Komponenten und Konzepte dieser Systeme werden zusammengeführt. Daraus ergibt sich ein Meta System, welches sich an der Anwendung orientiert. Im Wesentlichen geht es dabei um die Definition von Kennwerten zugehörig zu deren Nutzen. (siehe BLOG LOD 2.0).

Die restliche Zeit haben wir versucht, andere Teams zu unterstützen. Dabei hatten wir die Gelegenheit mit dem starken Team von “Bollinger+Grohmann” Ingenieure zusammenzuarbeiten. In Sachen Dynamo- und Softwareentwicklung unterstützten wir sie bei Ihrem großartigen Hack, der den Export des analytischen Modells nach RFEM auf festgelegte Regeln überprüft und verbessert.

Während die Teams noch fleißig ihren Hackkünsten freien Lauf ließen, hatten wir dann doch den Drang, auf einen der zwei FLAK-Türme von Berlin zu klettern. Gesagt, getan. Hochmotiviert bezwangen wird die Spritzbetonwände des alten Turms, die Finger bluteten, das Herz lachte, das Publikum ergab sich von selbst.

Am Sonntag nahmen wir bereits zur Mittagszeit die Heimfahrt auf. Schließlich hatten wir noch ein Stückchen Heimweg vor uns.

Davor aber nochmals rein in den brodelnden Kessel voller Hacker, vorbei an all den super Leuten und Ihren abgefahrenen Projekten. Noch mal eine kleine Runde fliegen mit dem “Icaros”, ein von virtual-industries zur Verfügung gestellter Flugsimulator.

Sich zu verabschieden ist nicht immer leicht, aber zu Menschen wie Maximilian Helmreich oder Philipp Müller sagt man mit einem Lächeln “Goodbye”, weil man weiß, dass dank solchen Leuten die richtigen Dinge in Bewegung gesetzt werden.

In diesem Sinne nochmals vielen Dank an alle Menschen, die wir kennenlernen durften und allen Vortragenden für Ihren tollen Input. Last but not Least – ein besonderer Dank an Philip Müller. Diese Veranstaltung gibt uns Hoffnung. 🙂

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